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Polizei: Ermittlungen im Fall Paula eingestellt

09. August 2018 21:43

RECKLINGHAUSEN In einer gemeinsamen Presseerklärung haben gestern Staatsanwaltschaft und Polizei Bochum angekündigt, dass die Ermittlungen im Fall der Schülerin Paula M. eingestellt werden ihr tragischer Tod bleibt ungeklärt.

Die 17-Jährige hatte 8. April 2017, einem Samstag, gegen 0.30 Uhr, die elterliche Wohnung an der Brunnenstraße in Recklinghausen-Süd verlassen und ist am Sonntagmorgen, 9. April, gegen 5.25 Uhr in Herne-Holsterhausen tot in einem Gleisbett der Deutsche Bahn aufgefunden worden. Hier war die Schülerin zuvor von einem Zug erfasst und überrollt worden.

In der Presseerklärung heißt es, dass nach Aufnahme der äußerst aufwendigen Ermittlungen, die in enger Absprache zwischen der Staatsanwaltschaft Bochum und der eingesetzten Mordkommission erfolgten, unter anderem auf der Grundlage rechtsmedizinischer Befunde ein mögliches Fremd-verschulden am Tod von Paula Maaßen nicht ausgeschlossen wurde. In der Folge wurde über einen längeren Zeitraum gegen mehrere Personen ermittelt. Die Ermittlungen bezogen sich in umfangreicher Weise auch auf die Frage, wo sich Paula Maaßen in dem Zeitraum nach ihrem Verschwinden bis zu ihrem Tod aufgehalten hatte.

Alles spricht gegen Fremdverschulden

Sichere Feststellungen hierzu, so die Ermittler, hätten auch nach umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit letztendlich nicht getroffen werden können: „Nach Einholung verschiedener ergänzender rechtsmedizinischer Expertengutachten aus dem In- und Ausland sowie der Einschaltung einer Spezialdienststelle des LKA NRW zur operativen Fallanalyse ergaben sich am Ende der Ermittlungen keine belegbaren Umstände dahingehend, dass ein Fremdverschulden am Tod von Paula M. vorliegt. Die Befunde und Indizien sprechen in ihrer Gesamtheit gegen die Annahme einer todesursächlich relevanten Einwirkung Dritter.“

Bei der Bewertung der Gesamtumstände gehen Staatsanwalt Dietrich Streßig („Ich kann mich an kein Verfahren erinnern, das mich in derart umfangreicher Weise äußerlich, aber auch innerlich bewegt hat“) und die Kriminalbeamten des Bochumer Polizeipräsidiums „überwiegend wahrscheinlich“ von einem Unfallgeschehen oder einer Selbsttötung aus.

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