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Haika und ihre Backutensilien: Ohne Dich geht's nicht

Haika Kösters 07. Februar 2019 12:07

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    Der Ofen heizt bereits vor: Haika backt sogar mehrstöckige Torten.

Scenario zeigt Herz. In unserer Reihe „Ohne Dich geht’s nicht“ dürfen Jugendredakteure und Leser eine Liebeserklärung abgeben: an ihren Partner, an Mama oder Papa, an die beste Freundin oder den besten Kumpel, den tollen Arbeitskollegen oder eben an das Haustier oder gar an einen Gegenstand. Heute bekennt sich die 23-jährige Jugendredakteurin Haika Kösters zu ihren besseren Hälften: den Backutensilien.

Wer oder was seid Ihr?
Ich bin Haika, 23 Jahre alt, und meine Liebeserklärung gilt meinen Backutensilien, weil ich für mein Leben gerne backe. Für einige womöglich eine recht seltsame Art der Liebe, dennoch ist das Backen seit mehreren Jahren ein fester Bestandteil meines Lebens. Ein Leben ohne Zucker, Mehl oder meine Backformen? Unvorstellbar!

Wie habt Ihr Euch kennengelernt?
Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht wirklich sicher, wie wir uns damals kennengelernt haben. Durch Erzählungen meiner Mama weiß ich, dass ich ihr oft beim Backen und Kochen geholfen habe und schon immer daran interessiert war. Irgendwann habe ich meine eigenen ersten Versuche gestartet, habe ohne jeglichen Plan sämtliche Zutaten vermischt und gehofft, dass ein leckerer Kuchen dabei herauskommt. Mit der Zeit habe ich immer mehr dazugelernt, mir Tipps aus verschiedenen Kochbüchern oder dem Internet geholt. Mittlerweile habe ich einige Standardrezepte, die ich für diverse Kuchen und Torten nutze. Meine Sammlung an Rezepten wächst stetig und ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen.

Was war Euer bester Moment?
Unser bester Moment war die Überraschungstorte zum 60. Geburtstag von meinem Papa. Dies war meine erste mehrstöckige Torte, die wirklich ganze zwei Tage in Anspruch genommen hat. Es war eine tolle Erfahrung und viel wichtiger noch, eine gelungene Überraschung. Ich wollte gerne etwas Besonderes für meinen Papa backen und habe mein ganzes Herzblut in diese Torte gesteckt. Ein weiterer schöner Moment war die Arbeit an einer Hochzeitstorte für ein befreundetes Paar. Dies war ein schönes Erlebnis, das mich unendlich Stolz gemacht und auf eine gewisse Art und Weise sehr berührt hat.

Gab es in Eurer Beziehung mal brenzlige Situationen oder lief immer alles glatt?
Auch wir haben bereits einige brenzlige Situationen durchlebt. Dazu gehörten etwa zerlaufene Philadelphia-Torten – leider wollte die Gelatine nicht so, wie ich es gerne wollte. Aber auch verbrannte Tortenböden oder zerlaufene Sahne haben mir schon so einige Male einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch gehören Fehler zum Backen dazu, denn nur so lernt man etwas.

Was könnt Ihr voneinander lernen?
Ich denke, dass ich vor allem gelernt habe, besser mit Fehlern umzugehen. Auch beim Backen unterlaufen einem Missgeschicke. Es kam oft vor, dass ich mich gefragt habe, ob aus den Böden und der Creme, die vor mir auf der Arbeitsfläche lagen, überhaupt mal eine akzeptable Torte werden könnte.

Doch mit der Zeit habe ich begriffen, dass es beim Backen und Verschenken der Torten darum geht, jemandem eine Freude zu bereiten. Backen ist Handarbeit und ich denke, dass man einer Torte auch ansehen darf, wie viel Liebe, Arbeit und aufgebrachte Zeit in ihr steckt. Man sollte seine eigene Arbeit mehr schätzen und sich ab und zu auch mal etwas mehr zutrauen. Es ist wichtig, sich gerade in schwierigen Situationen Hilfe und Ratschläge dazu zu holen und nicht direkt zu verzweifeln.

Was unternehmt Ihr gerne zusammen?
Am liebsten verbringen wir Zeit auf der „Cake & Bake“-Messe. Dort sammeln wir immer neue Ideen, Anregungen und Tipps für zukünftige Torten.

Was macht Eure Beziehung besonders?
In meinen Augen ist es eine ganz besondere und innige Beziehung. Beim Backen kann ich abschalten und es hilft mir dabei, alle Gedanken und Probleme des Alltags zu vergessen. Manchmal ist es wirklich hilfreich, alles um sich herum für einen Moment ruhen zu lassen. In dieser Zeit gönne ich mir einfach etwas Abstand und konzentriere mich nur auf den Teig, der im Ofen vor sich hin bräunt. Durch das Backen kann man anderen Menschen eine Freude bereiten. Ich liebe es, meine Torten zu verschenken, Brot für Partys und Geburtstage zu backen oder einfach nur die Reaktion der Leute zu sehen, wenn ich mit einem Kuchen vor ihnen stehe.

Bei dieser Reihe dürft Ihr (bis 25) auch mitmachen. Zu wem oder was sagt Ihr denn: „Ohne Dich geht’s nicht“? Mailt mit dem Betreff „Ohne Dich“ an: scenario@medienhaus-bauer.de

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