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Kathi auf Malta: Tee trinken? Klippen springen!

Kathi Lenger 15. Januar 2018 11:22

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    Klein, aber fein! Der St. Peter‘s Pool mit seinen Klippen hat es Kathi wirklich angetan. Für sie ist das einer der besten Orte auf Malta.

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    Nachdem sich Kathi auf dem traditionellen Fischmarkt in Marsaxlokk umgeschaut hat, macht sie es sich am Hafen bequem und schaut sich die maltesischen Boote an.

Teil 5 Die Zeit hier auf Malta rennt wie verrückt. Während wir immer wieder Bilder aus Deutschland geschickt bekommen, sind wir doch schon froh, noch etwas Sonne tanken zu können. Unsere Familien und Freunde sind eingepackt in dicken Jacken und Schals, immer wieder reden sie vom schlechten Wetter und Regen. Bei uns lacht aber sehr oft immer noch die Sonne.

Ich muss aber doch zugeben, dass ich schon hin und wieder den Herbst und Winter bei uns in Deutschland vermisse. Nicht wegen der Kälte draußen, sondern wegen der bunten Farben und Blättern. Winterzeit ist nun mal Tee- und Kuschelzeit. Und die kann ich auf Malta nicht erleben.
Wisst Ihr, was total verrückt, aber hier auch einfach ganz normal ist? Bei knallender Sonne laufen die Einheimischen hier mit langer Hose und manchmal sogar mit Pullis rum. Ihnen ist einfach schon kalt. Natürlich herrscht hier ein ganz anderes Klima als bei uns. Im Sommer haben die Malteser über 35 Grad. Bei uns in Deutschland sind wir froh, wenn draußen 24 Grad sind und wir mit kurzen Hosen nach draußen gehen können.

Bei meinen beiden Kommilitoninnen und mir ist nach so vielen Wochen jetzt endlich der Alltag eingekehrt. Jeden Tag geht es in die Uni, danach ist Unikram nach- oder/und erarbeiten angesagt. Mir macht es Spaß, wieder etwas Neues zu lernen, die Sprache immer besser verstehen zu können. Bald habe ich schon meine erste Präsentation im Seminar „Video Produktion“, in dem ich ein Musikvideo meiner Wahl analysieren muss. Eigentlich ein kleiner Klacks, weil ich das schon in meinem Fachabitur gelernt habe – jedoch ist es doch ein Unterschied, das alles auf Englisch zu machen. Jedoch bin ich zuversichtlich, dass es irgendwie hinhauen wird.

Am Wochenende zum Fischmarkt gefahren

Am Wochenende gehen wir drei immer gerne raus, um wieder einmal neue Orte kennenzulernen. Dieses Mal besuchten wir den traditionellen Fischmarkt in Marsaxlokk. Ein riesiger Markt mit frischem Fisch, Kleidung, maltesischen Spezialitäten und Krimskrams. Wir probierten einige der leckeren Süßwaren und setzten uns an den Hafen. Die Sonne schien und spiegelte sich im Wasser. Der Hafen ist so wunderschön, überall schwimmen die typischen bunten maltesischen Boote. Der Anblick ist einfach traumhaft. Wir genossen die Leckereien und den Ausblick und fuhren dann zum bekannten St. Peter’s Pool, ca. 20 Minuten von Marsaxlokk entfernt. Erst dachte ich, huch, warum ist der denn so klein, aber im Nachhinein ist es für mich einer der besten Orte hier auf Malta, denn hier kann man Klippen springen (auf eigene Gefahr natürlich, maximal sechs Meter sind diese Klimmen nur hoch!).

Erst schauten wir uns die Menschen an, die runtersprangen. Die Wellen waren hoch, das Meer türkisblau. Dann machten wir es uns auf den Steinen gemütlich und erkundeten ein bisschen die Gegend, bis wir schließlich überlegten, selber von den Klippen zu springen. Ich war hin- und hergerissen, ob ich mich das wirklich traue. Mein Herz raste nur bei dem Gedanken daran. Nachdem dann aber meine Freundinnen Tanita und Melli den Mut zusammengenommen haben und hinunter ins Wasser sprangen, wollte ich es auch machen.

Es hatte ein wenig gedauert, aber mit einem Mal war ich im Meer. Juhu, ich habe mich wirklich getraut und war dann doch ein klein wenig stolz auf mich, dass ich das gemacht habe. Es war eine großartige Erfahrung.
Ein weiteres Fest, das wir an diesem Wochenende noch besuchten, war Birgu by candlelight – ein so wundervolles Fest! Ihr glaubt nicht, wie glücklich mich dieser Abend gemacht hat. Die Straßen waren bei dieser Veranstaltung liebevoll mit Lichtern und Kerzen geschmückt – und das alles von den Einheimischen persönlich. Es gab Live-Musik, leckere Essensstände und Lichtershows. So etwas Wunderschönes habe ich wirklich noch nie gesehen!

Ich bin gespannt, was wir auf Malta noch so alles erleben werden.
Kathi Lenger (23, Herten) kennt Ihr als Jugendredakteurin. Sie ist außerdem Journalismus- und PR-Studentin an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und wird für sechs Monate ein Auslandssemester absolvieren und an der University of Malta studieren. Hier bei Scenario lässt Kathi Euch teilhaben, wie es ihr das halbe Jahr ergeht.

 

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