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Holland-Trip: Auf Tour durch die "geilste Stadt der Welt"

Kathi Lenger 04. Juni 2018 12:12

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    Entspannung findet Kathi aber auch in der Stadt Leiden, die ihr wesentlich besser gefallen hat als die trubelige Hauptstadt Amsterdam.

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    Urlaubsgefühle kommen am Strand von Katwijk aan Zee auf.

Wie sangen noch gleich die 257ers in ihrem nicht ganz so ernst gemeinten Song? „Holland ist die geilste Stadt der Welt!“ Holland ist bunt, Holland ist schön, Holland geht einfach immer. Und genau deshalb ging es vor einiger Zeit für eine Woche in den Urlaub. Zweieinhalb Stunden Autofahrt waren es bis zum Meer, denn es ging an die holländische Küste – nach Katwijk aan Zee.

Ich freute mich riesig drauf, denn ich bin Holland-Fan und begeistert von allem Niederländischen: Kleine, süße Häuschen mit riesigen Fenstern, liebevoll dekoriert, Grachten und Windmühlen, der Geruch von leckerem Käse, Fischbuden mit frischen Kibbelingen oder Pommes mit Frikandel, zum Dessert gibt es Vla mit Schokolade, Erdbeere und Vanille – ich könnte so viel aufzählen, was ich an Holland total gerne mag und schätze. Dieses Gefühl hier zu sein, macht mich jedes Mal aufs Neue wirklich glücklich.

In Katwijk aan Zee bezogen wir unser kleines Ferienhäuschen und machten uns direkt auf den Weg zum Wasser. Das Wetter war perfekt. Die Sonne kitzelte in der Nase, das Meeresrauschen wurde immer lauter. Endlich – wir waren angekommen. Ich ließ es mir nicht nehmen, meine Schuhe auszuziehen und den Sand unter meinen Füßen zu spüren. Es fühlte sich gut an. Wir machten einen langen Spaziergang entlang des Meeres, setzten uns in eines der Cafés und genossen die Aussicht.

Durch Empfehlungen von Bekannten entschieden wir uns, in diesem Holland-Urlaub mehr Sightseeing zu unternehmen. Auf dem Plan standen: Den Haag, Scheveningen, Leiden und natürlich Amsterdam. Obwohl wir schon mehrmals in der niederländischen Hauptstadt waren, lohnt sich der Besuch hier immer wieder, wie ich finde. Natürlich durfte an diesem Tag eine Grachtenfahrt durch Amsterdam nicht fehlen. Vom Rotlichtviertel in Amsterdam hat wohl jeder schon mal etwas gehört und ist vielleicht sogar mal durchgelaufen. Wir wollten mehr dazu wissen und gingen deshalb ins Museum „Red Light Secrets“. Dort erfuhren wir alles über den Job der Prostituierten, wie die Räume im Rotlichtviertel aussehen, wie gefährlich dieser Job ist und wie sich diese Frauen fühlen, wenn sie auf dem Stuhl vor der Scheibe sitzen.

Promenade ist voller Touristenshops

In den darauffolgenden Tagen ging es nach Scheveningen und Den Haag. Von Erzählungen her klang Scheveningen sehr schön und ich war gespannt, wie es dort wohl sein wird. Ich hatte wirklich hohe Erwartungen – und wurde doch enttäuscht. Ehrlich gesagt hat mich die Stadt nicht wirklich umgehauen. Die Promenade war voll mit Touristenshops, es war überfüllt – und wohin das Auge blickte: Restaurants. Das Einzige, was ich jedoch sehr schön fand, war der lange Pier mit dem Riesenrad.

Im Anschluss fuhren wir nach Den Haag, und dort gefiel es mir eindeutig besser. Ganz besonders der Binnenhof, umrandet von Wasser, ist wirklich eine schöne Sehenswürdigkeit, so wie die Altstadt, die man einfach gesehen haben muss. Übrigens steht hier das berühmte Gemälde der Dame mit der Perle von Johannes Vermeer im Museum Mauritshuis.

Doch in die Stadt, in die ich mich wirklich so sehr verliebt habe, ist Leiden. Tausendmal schöner als Amsterdam! Einige sagen auch, das ist das zweite Venedig, nur eben in Holland. Die Cafés, dieses Flair der Stadt, die wunderschönen Häuser und historischen Gebäude sowie die vielen Grachten und die Windmühlen: Leiden ist bezaubernd und hat mich in diesem Urlaub so glücklich gemacht, denn so überfüllt, wie es in Amsterdam ist, ist Leiden überhaupt nicht. Natürlich haben wir auch hier eine Grachtenfahrt gemacht, die ich Euch empfehlen kann. Bei schönem Wetter ist sie ein tolles Highlight, denn man bekommt nicht nur interessante Informationen, sondern kann die Stadt vom Boot aus entdecken.

Insgesamt gesehen war ich von diesem Trip wieder mehr als angetan. Holland hat viel zu bieten und ich werde bestimmt bald wieder hinfahren.

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