Stimberg Zeitung Medienhaus Bauer

BVB will den Befreiungsschlag: Stöger setzt gegen Köln auf Neuzugang Michy Batshuayi

Dirk Krampe 01. Februar 2018 14:42

  • Teaserbild

    Peter Stöger ist froh über den Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang. Foto: Guido Kirchner

DORTMUND Das BVB-Gastspiel in Köln wird für Peter Stöger zu einem emotionalen Wiedersehen. Nach drei Remis in Serie steigt der Druck auf Mannschaft und Trainer. Helfen soll Neuzugang Batshuayi.

Die Rückkehr nach Köln, endlich Ruhe nach Ende der Transferperiode: Peter Stöger hatte auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel der Dortmunder Borussia beim 1. FC Köln (Freitag, 20.30 Uhr) einiges zu erzählen.

Peter Stöger über ...

… Neuzugang Michy Batshuayi: "Er ist fleißig und in dem Bereich, der für uns wichtig ist, ein gefährlicher Spieler. Er hat einen guten Abschluss und trotz wenig Spielzeit eine gute Quote. Er ist ein giftiger Spieler, der Einsatzzeit möchte, der sich qualifizieren möchte für die Weltmeisterschaft. Wir sind überzeugt, dass er hier gut reinpasst."

… seine Rückkehr nach Köln: "Mich beschäftigt dabei vor allem, wie wir das Spiel gewinnen können. Es ist natürlich kein Spiel wie jedes andere, dafür war ich zu lange und zu gerne da. Für uns ist aber in dieser Phase wichtig, dass wir einen Dreier machen. Das würde uns Ruhe geben."

… die Sticheleien von Armin Veh: "Das ist für mich keine Extramotivation. Meine Geschichte mit Köln ist sehr positiv, und das wird auch so bleiben."

… den Weggang von Pierre-Emerick Aubameyang: "Ich bin froh, dass die Transferzeit vorbei ist, wir sind froh, dass die Diskussionen vorbei sind. Ich finde es gut, wie es jetzt ist. Wir haben einen guten Ersatz, wir sind fokussiert auf das, was wir noch erreichen wollen. Wir haben Ruhe im eigenen Haus."

… die Situation von Manuel Akanji: "Er ist ein Spieler, der von seiner Qualität her nicht für die Bank geschaffen ist. Ich bin aber der Meinung, dass unser Defensivverband einigermaßen gut funktioniert zur Zeit, da fällt es mir schwer, jemanden rauszunehmen. Ich habe ihm auch erklärt, dass er nicht außen vor ist."

… die Personalsituation: "Marcel Schmelzer ist natürlich noch kein Thema. Ansonsten werden wir nach dem Abschlusstraining entscheiden, wen wir mitnehmen."

… Veränderungen im Spiel des 1. FC Köln: "Sie haben ihre Organisation wiedergefunden, das Umschaltspiel läuft auch wieder besser. Ansonsten ist es nicht so gravierend. Aber es hilft, dass die Ergebnisse wieder positiver sind."

… seinen Matchplan: "Wir wollen das Spiel in die Hand nehmen, Ballbesitz haben und in der letzten Konsequenz mehr zulegen. Das haben wir auch besprochen. Wir wollen aus unseren Fehlern lernen und hoffen, dass wir in Köln wieder einen Schritt weiter sind. Wichtig ist, Zug zum Tor zu bekommen."

… den Druck nach drei Unentschieden: "Von unserem Anspruch her haben wir auch erwartet, eher zu gewinnen als hoffentlich im vierten Rückrundenspiel. Es ist insgesamt ein turbulentes Jahr für den BVB, sonst säße ich ja auch nicht hier. Wir haben nicht optimal gepunktet, aber für mich ist das nicht neu, Woche für Woche den Rucksack zu schleppen, einen Dreier holen zu müssen. Ein viertes Spiel ohne Sieg würde es nicht ruhiger machen. Aber wir sind nicht so weit weg von unserer Zielsetzung."


… positive Energie durch Michy Batshuayi: "Wir erhoffen uns schon, dass er unbelastet reingeht. Er steht voll im Saft und es liegt an uns, wie schnell er ins Gefüge reinpasst. Das ist bei einem zentralen Stürmer vielleicht einfacher als im defensiven Bereich. Wir erwarten uns schon etwas, er wird sicher zum Kader dazugehören."


… die Verpflichtung von Alexander Bade: "Er wird Assistenz-Trainer sein. Wir haben hier für die Torwartarbeit tolle Leute. Ich mache mir das zunutze, dass die Chance da war, ihn dazu zu holen."


… Probleme im Aufbauspiel: "Wir müssen insgesamt zielgerichteter nach vorne spielen. Gegen Freiburg Nuri Sahin zu bringen, hieß nicht, dass wir mit Julian Weigl nicht zufrieden waren. Diese Entscheidungen fallen auch mal gegnerabhängig, dazu habe ich viele gute Spieler hier. Wir sind schon in der Lage, strukturiert zu spielen, ohne viele Gegnerchancen zuzulassen. Was besser werden muss: Wir müssen zwingender agieren, mit mehr Zug zum Tor, um dann auch Chancen zu kreieren."

Teilen