Stimberg Zeitung Medienhaus Bauer

Klub verlängert den Vertrag bis 2024: Alexander Jobst ist für Schalke wie ein „Sechser“

Frank Leszinski 05. Juni 2018 06:07

  • Teaserbild

    Marketingvorstand Alexander Jobst von Schalke 04. Foto: Caroline Seidel/Archiv

GELSENKIRCHEN. Als der FC Schalke 04 vor sieben Jahren einen neuen Marketingchef suchte, ging der Verein neue Wege. Erstmals wurde ein sogenannter „Headhunter“ engagiert, um für Schalke einen geeigneten Kandidaten zu finden. Dieser empfahl Alexander Jobst, damals noch in den Diensten des Fußball-Weltverbandes FIFA in Zürich. Schalke folgte diesem Ratschlag umd bewertet die Arbeit des Marketing-Vorstandes mittlerweile fast so wie einen „Sechser“ im Lotto.

Auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag gab es jedenfalls nicht ein schlechtes Wort über Jobst. Im Gegenteil, Christian Heidel sprach „von einem absoluten Glücksfall für den FC Schalke 04. Er ist der Beste in seinem Bereich, den ich mir vorstellen kann“, sagte der Schalker Manager.

Marktwert auf 315 Millionen Euro gestiegen

„Man hätte in seinen neuen Vertrag auch 2030 reinschreiben können“, sagte Heidel. Doch schon die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Alexander Jobst bis 2024 ist ein großer Vertrauensbeweis für den Hessen, dessen Vertrag erst im Jahr 2016 vorzeitig bis 2022 verlängert worden war. Unter seiner wesentlichen Mitwirkung ist der Markenwert der Königsblauen von 95 Millionen Euro bei seinem Amtsantritt im Jahr 2011 auf 315 Millionen Euro im Jahr 2017 gestiegen. „Schalke ist auf einem sehr guten Weg. Wir entwickeln hier etwas und haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte Jobst, der nach Informationen dieser Zeitung zuletzt mehrere attraktive Angebote aus dem In- und Ausland vorliegen hatte.

Erlöse sind gestiegen

Obwohl der internationale Wettbewerb im vergangenen Jahr verpasst wurde, gingen die Vermarktungserlöse noch einmal um acht auf insgesamt 96 Millionen Euro nach oben. Vor allem ein Verdienst von Jobst, der erfolgreich neue Geschäftsfelder erschlossen hat und konsequent auf Digitalisierung und Internationalisierung setzt, um Schalke noch wettbewerbsfähiger zu machen.

Nichts wird dem Zufall überlassen

Auch in der täglichen Kleinarbeit überlässt Alexander Jobst nichts dem Zufall. Das neue Heimtrikot wird nicht wie üblich am 1. Juli präsentiert, sondern erst Mitte des Monats, „weil vorher die WM im öffentlichen Fokus steht“. Auf der China-Reise (2. bis 12. Juli) wird Schalke deshalb in den neuen Auswärtstrikots auflaufen. Mit Umbro haben die Königsblauen bekanntlich einen neuen Ausrüster, den Jobst für den jahrzehntelangen Partner Adidas an Land zog.

Teilen

Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Titel:
Text:
Sie können bis zu 2000 Zeichen als Text schreiben.